Wir leben in einer Zeit tiefgreifender Umbrüche, geprägt von Informationsüberfluss, technologischen Quantensprüngen und globalen Konflikten.
Diese Dynamiken verändern unsere Wahrnehmung von Realität sowie unser Verhältnis zu Zeit, Erinnerung und Identität.
Analogon für Digital III versammelt 20 Künstlerinnen und Künstler, deren Werke aus der prä-digitalen Zeit bis in die Gegenwart reichen. In der Gegenüberstellung wird sichtbar, wie sich künstlerische Ausdrucksformen zwischen analoger Erfahrung und digitaler Transformation verschieben und zugleich Kontinuitäten bewahren.
Im Zentrum stehen Porträt, Selbstdarstellung und Erinnerung, die heute als dynamische, medial geprägte Prozesse erscheinen. Künstliche Intelligenz tritt dabei als Mitgestalter auf und erweitert die künstlerische Praxis, während sie zugleich Fragen nach Autorschaft und Originalität neu stellt.
Auch die „neue Topografie“ rückt in den Fokus: Räume werden fragmentiert, überlagert und durch Daten sowie Netzwerke neu definiert. Der Kampf um Ressourcen zeigt sich dabei als ökologisches, politisches und visuelles Spannungsfeld.
Die Ausstellung versteht sich als Dialog zwischen Zeiten, Medien und Perspektiven und begreift Kunst als Seismograf unserer Gegenwart. Wir laden Sie herzlich ein, Analogon für Digital III zu entdecken!